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Prostatakrebs
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Prostatakrebs

*** ERKRANKUNGSBILD ***

Als Prostatakrebs wird eine bösartige Krankheit bezeichnet, die vom Drüsengewebe der männlichen Vorsteherdrüse (= Prostata) ausgeht. Es ist grundsätzlich eine Erkrankung des Alters mit einem deutlichen Häufigkeitsanstieg ab dem 50. Lebensjahr, wobei zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahrzehnt bereits knapp 16 % aller Männer dieser Altersgruppe davon betroffen sind. Prostatakrebs rangiert somit vor Lungen- und Darmkrebs an erster Stelle der häufigsten Tumorerkrankungen des Mannes mit einer kontinuierlich steigenden Zahl an Neuerkrankungen. Diese steigende Tendenz kann jedoch auch auf den Einsatz neuer diagnostischer Methoden wie etwa dem PSA-Test, dem transrektalen Ultraschall oder verbesserter Punktionstechniken zurückzuführen sein, weil dadurch mehr Fälle diagnostiziert werden.

Die Krankheitsursachen sind bis dato nicht vollständig geklärt, allerdings dürften Lebensstil und Umwelteinflüsse eine bedeutende Rolle spielen. Zurückzuführen sind diese Erkenntnisse auf die weltweit unterschiedlichen Erkrankungshäufigkeiten. So tragen beispielsweise Nachkommen von Migranten, die ursprünglich aus Regionen mit wenig Betroffenen stammen, nicht das Erkrankungsrisiko ihrer Eltern oder Großeltern, sondern nehmen jenes ihres neuen Heimatlandes an. Weiters gelten bestimmte Schwermetalle, eine cholesterinreiche Ernährung mit viel Fleisch und Wurst, das Körpergewicht sowie Bewegungsarmut als Risikofaktoren. Liegen bereits Krankheitsfälle innerhalb einer Familie vor, erhöht sich die Erkrankungswahrscheinlichkeit ebenfalls. Als unumstrittener Risikofaktor gilt das steigende Alter der männlichen Bevölkerung.
Bitte informieren Sie sich näher zum Thema „Prostatakrebs“ auf der Webseite unseres Prostatazentrums.

Bitte informieren Sie sich näher zum Thema „Prostatakrebs“ auf der Webseite unseres Prostatazentrums.



*** VORSORGE UND FRÜHERKENNUNG ***
Das Heimtückische an Prostatakrebs ist, dass er im Frühstadium völlig symptomlos verläuft. Realistische Heilungschancen bestehen allerdings nur dann, wenn der Tumor die Organgrenzen noch nicht überschritten sowie keine Fernabsiedelungen (= Metastasen) gebildet hat. Wird der Tumor frühzeitig entdeckt und optimal behandelt, rechnen Experten sogar mit einer normalen Lebenserwartung der betroffenen Patienten.
Früherkennung bildet somit die wichtigste Rolle im Kampf gegen den Vorsteherdrüsentumor, wobei mit Früherkennung gemeint ist, dass eine Erkrankung entdeckt wird, bevor sie Beschwerden verursacht und lebensbedrohlich wird. Hierfür sind allerdings regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unverzichtbar.

Ab dem 45. Lebensjahr sollte daher jährlich eine Tastuntersuchung sowie eine PSA-Wert-Messung beim niedergelassenen Urologen durchgeführt werden. Diese Vorsorgeangebote bezahlen die Krankenkassen. Liegen in der Familie bereits ein oder mehrere Fälle von Prostatakrebs vor, ist besonders zur Vorsicht geraten.
Bitte informieren Sie sich näher zum Thema „Vorsorge und Früherkennung“ auf der Webseite unseres Prostatazentrums.

Bitte informieren Sie sich näher zum Thema „Vorsorge und Früherkennung“ auf der Webseite unseres Prostatazentrums.

An unserem Prostatazentrum wurden bereits mehr als 700 Operationen mit dem daVinci-Roboter erfolgreich durchgeführt.
Wir sind das führende Zentrum in Österreich für die Entfernung der Prostata mit dem da Vinci Roboter.

*** „ALLES AUS EINER HAND“ – Diagnose- und Therapieangebote ***

Eines der wichtigsten Qualitätskriterien bei der Therapie von Prostatakrebs ist die Erfahrung des behandelnden Ärzteteams. Führende onkologische Gesellschaften empfehlen, dass die Behandlung in einem spezialisierten Krankenhaus erfolgen sollte, da dessen Mitarbeiter über ausreichende Routine verfügen und sämtliche für die Diagnose und Therapie relevanten Fachdisziplinen vertreten sind. Zudem decken Spezialkliniken bestimmte Mindestzahlen an Operationen ab, verfügen über eine entsprechende Personal- und Geräteausstattung und stellen Mitarbeiter ein, die eine hohe fachliche Qualifikation nachweisen können.

Das Prostatazentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz ist eine derartige Spezialeinrichtung. Dort wird ein Viertel aller oberösterreichischen Männer mit Tumoren an der Vorsteherdrüse betreut. Durch die Einbettung in ein onkologisches Schwerpunktkrankenhaus können den Patienten medikamentöse Therapien und Operationstechniken nach dem letzten Stand der Wissenschaft angeboten werden. So verfügt das Prostatazentrum über ein roboter-unterstütztes OP-System („DaVinci“), das Operationen mit einer bisher noch nicht da gewesenen Präzision erlaubt. Seit seiner Inbetriebnahme im Spätherbst 2008 sind bereits mehr als 700 Patienten erfolgreich damit operiert worden. Keine andere Einrichtung in Österreich weist in diesem Feld mehr Erfahrung auf.
Ein moderner GreenLight Laser sowie eine vor kurzem in Betrieb genommene Endorektalspule sind ebenso Teil der infrastrukturellen Einrichtung des Zentrums. Die Endorektalspule ist ein Zusatzgerät für Magnetresonanztomographen. Sie wird im Enddarm platziert und ermöglicht eine sehr detailgenaue Visualisierung der Prostata. Dadurch kann eventuell bereits vor der Operation festgestellt werden, ob der Tumorherd nur lokal begrenzt ist oder nicht.

High-Tech-Therapie alleine macht allerdings noch keine erfolgreiche Tumorbehandlung aus. Denn gerade hochkomplexe Erkrankungen wie Krebs werfen viele Fragen auf und erfordern daher auch Zeit und Raum für persönliche Gespräche. Den Betroffenen steht im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz daher bei Bedarf ein multidisziplinäres Team aus Urologen, Onkologen (= Krebsspezialisten) und Radio-Onkologen (= Experten für Strahlentherapie) beratend zur Seite. Zudem arbeiten diese Fachdisziplinen eng zusammen und garantieren somit jedem einzelnen Patienten eine bestmögliche, individuelle Therapie.
Bitte informieren Sie sich näher über die Angebote des Prostatazentrums sowie über das DaVinci-System auf der Webseite des Zentrums.

Bitte informieren Sie sich näher über die  Angebote des Prostatazentrums sowie über das DaVinci-System auf der Webseite des Zentrums.

*** Therapieangebote ***
Am Prostatazentrum des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Linz werden international etablierte Therapieverfahren angewendet. Die Tumorbehandlung basiert im Wesentlichen auf vier Säulen:

  • Chirurgischer Eingriff
  • Strahlentherapie
  • Unterdrückung der Hormonproduktion
  • Chemotherapie
  • moderne zielgerichtete Therapien

Solange sich die Ausbreitung des Tumors lediglich auf das Organ begrenzt, gilt die radikale Entfernung der Vorsteherdrüse als Therapie der ersten Wahl. Ist das Tumorwachstum jedoch schon weiter fortgeschritten, werden je nach Ausmaß des Krebsgeschwürs auch eine Strahlen-, Hormon- und / oder Chemotherapie eingesetzt.

Die Bestrahlung erfolgt entweder von außen mittels Linearbeschleuniger oder im Organ selbst durch eine so genannte „Spickung“ (= Brachytherapie). Dabei werden radioaktive Teilchen in die Prostata eingebracht und bestrahlen diese von innen. Das Prostatazentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz ist eine der wenigen österreichischen Spezialeinrichtungen, die dieses Verfahren anbieten.

Im Zuge der Hormontherapie wird der Testosteronspiegel durch die Gabe von Medikamenten oder mittels chirurgischer Entfernung der Hoden auf ein Minimum gesenkt. Da der Prostatakrebs das Testosteron für sein Wachstum benötigt, kann die Hormontherapie einen deutlichen Rückgang bzw. sogar Stillstand der Erkrankung bewirken.

Chemotherapeutika werden eingesetzt, um Krebszellen, die sich bereits an mehreren Stellen im Körper ausgebreitet haben, abzutöten. Sie dienen im Wesentlichen dazu, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen sowie den Allgemeinzustand der Betroffenen zu verbessern.
Für Patienten, deren Tumorerkrankung bereits weit fortgeschritten ist, stehen derzeit nur wenige etablierte Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Aktuell werden jedoch weltweit einige viel versprechende Präparate getestet, die Männern mit fortgeschrittenem Prostatakrebs neue Hoffnung geben sollen. Das Prostatazentrum beteiligt sich ebenfalls an internationalen Studien, im Zuge deren zwei aussichtsreiche Arzneimittelkandidaten ausgiebig getestet werden. Beide kommen bei einem hormonresistenten Krebs zum Einsatz, d. h. wenn der Krebs trotz Hormonentzug (Testosteron) weiter wächst.
Es liegen bereits erste, viel versprechende Ergebnisse vor. Verlaufen die weiteren Tests positiv, könnten die Präparate schon in wenigen Jahren auf den Markt kommen.

Bitte informieren Sie sich näher über die Therapieangebote auf der Webseite des Zentrums.

*** ECKDATEN ZUM PROSTATAZENTRUM ***

Leiter: Prim. Dr. Wolfgang Loidl
Jährlich behandelte Patienten mit Prostatakrebs: ca. 250


*** ECKDATEN ZUM PROSTATAKREBS ***

Anzahl Neuerkrankungen in OÖ: ca. 1.000 pro Jahr
Häufigkeit: ca. 1:16
Anzahl Todesfälle in OÖ: ca. 160 pro Jahr

Quelle: Statistik Austria 

EIN UNTERNEHMEN DER VINZENZ GRUPPE UND DER ELISABETHINEN