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Brustkrebs
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Brustkrebs

*** ERKRANKUNGSBILD ***

Eine bösartige Veränderung des Brustgewebes ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung der Frau. Etwa jede achte bis neunte wird im Laufe ihres Lebens mit dieser Diagnose konfrontiert, wobei die Erkrankung zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr ihren Gipfel findet. Weltweit gesehen, tritt das so genannte Mammakarzinom unterschiedlich oft auf. So ist Brustkrebs in Asien oder Afrika wesentlich weniger weit verbreitet als in Europa oder in den USA. Interessant ist, dass sich die Häufigkeit von Brustkrebs bei Migrantinnen, die aus einer Region mit wenigen Betroffenen kommen, innerhalb von ein bis zwei Generationen an die Erkrankungshäufigkeit im neuen Land anpasst. Dies verdeutlicht eindrucksvoll, dass sich die hohen Brustkrebsraten in der westlichen Welt nur zu einem geringen Prozentsatz allein durch genetische Faktoren erklären lassen.


Obwohl die häufigste, ist Brustkrebs nicht die gefährlichste Tumorerkrankung bei Frauen in den westlichen Industrienationen. Rechtzeitig erkannt, bestehen gute Chancen auf Heilung bei gleichzeitiger Brusterhaltung. Mittlerweile beträgt die Fünf-Jahres-Überlebensrate mehr als 80 %, für Frauen unter 50 hat sich das Risiko, an den Folgen des Mammakarzinoms zu versterben, in den letzten Jahren sogar halbiert.

>> Bitte informieren Sie sich näher zum Thema „Mammakarzinom“ auf der Webseite unseres Brust-Gesundheitszentrums.



*** VORSORGE UND FRÜHERKENNUNG ***

Die Mehrheit der Brusttumoren werden im Rahmen der Mammografie-Früherkennung bei Frauen ohne tastbare Knoten entdeckt. Tast- und sichtbare Karzinome sind auf der anderen Seite zum Zeitpunkt der Diagnose meist schon relativ groß bzw. oft auch schon weit fortgeschritten. Daher sind monatliche Selbstuntersuchungen der Brust (am besten ca. 1 Woche nach Eintreten der Regelblutung) sowie Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen empfehlenswert. Ab dem 50. Lebensjahr sollte zudem regelmäßig eine Mammografie durchgeführt werden. Eine Ausnahme bilden Frauen mit familiärer Vorbelastung – in diesen Fällen ist es ratsam, die notwendigen Vorsorgemammografien bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu beginnen und eine so genannte genetische Beratung am Brust-Gesundheitszentrum in Anspruch zu nehmen, um sich über das persönliche Risiko zu informieren.

Mangelndes Vorsorgebewusstsein ist trotz intensiver Aufklärungsarbeit leider nach wie vor ein Thema. Das Brust-Gesundheitszentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz betreut jedes Jahr einige Patientinnen, bei denen der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose schon sehr weit fortgeschritten ist und bereits Fernabsiedelungen gebildet hat.

>> Bitte informieren Sie sich näher zum Thema „Vorsorge und Früherkennung“ auf der Webseite unseres Brust-Gesundheitszentrums.

Umfassende Beratung ist für Brustkrebspatientinnen besonders wichtig.
Umfassende Beratung ist für Brustkrebspatientinnen besonders wichtig.

*** „ALLES AUS EINER HAND“ – Diagnose- und Therapieangebote ***

Das Brust-Gesundheitszentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz wurde vor sieben Jahren als erste Spezialeinrichtung dieser Art in Oberösterreich eröffnet. Das Zentrum ist nach dem internationalen Standard Onkozert (www.onkozert.de) zertifiziert. und hat sich zu einem der führenden österreichischen Kompetenzzentren bei Brusttumoren etabliert. Seine kontinuierliche Qualitätsarbeit im Sinne der Patientinnen hat dem Zentrum bereits bedeutende Auszeichnungen eingebracht, außerdem genießt es aufgrund seiner hohen fachlichen Expertise national wie international großes Ansehen.

Seit Jahren betreut das Team um OA Priv.-Doz. DDr. Michael Knauer ca. 1/3 aller oberösterreichischen Mammapatientinnen und verfügt daher über viel Erfahrung auf dem komplexen Gebiet der Brusttumoren. So werden im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz mehr als 80 % aller Patientinnen, deren Tumore in einem frühen Stadium entdeckt wurden, bBrust erhaltend operiert.

Große Einrichtungen haben mehr Möglichkeiten und können ihren Patienten daher ein breiteres medizinisches Spektrum anbieten. Durch die Einbettung in eine onkologische Schwerpunktklinik bietet das Brust-Gesundheitszentrum seinen Patientinnen „alles aus einer Hand“. Von der Brust-Ambulanz über die Nuklearmedizin bis hin zur Chemotherapie, Immuntherapie und Strahlentherapie bis hin zu speziell ausgebildeten Krankenschwestern (Breast-Care-Nurses) befinden sich alle für die Diagnose und Therapie relevanten Stationen und Spezialisten unter einem Dach vereint. Die schwerkranken Frauen ersparen sich dadurch viele Wege und vor allem Zeit.

Neben der medizinischen Kompetenz profitieren Brustkrebspatientinnen aber auch vom Geist eines Ordenskrankenhauses. Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen sowie Zeit und Raum für persönliche Gespräche genießen hohe Priorität. Denn gerade das Vertrauen in „ihr“ behandelndes Ärzteteam ist für betroffene Frauen im Kampf gegen den Brustkrebs ein wichtiger Faktor.

Bitte informieren Sie sich näher über die Angebote des Linzer Brust-Gesundheitszentrums auf der Webseite.

*** Therapieangebote ***

Auf dem therapeutischen Sektor hat sich in den letzten Jahren viel getan. Den heutigen Brustkrebspatientinnen steht nicht nur ein breiteres medikamentöses Spektrum zur Verfügung, sondern auch zahlreiche genetische Untersuchungen, die eine sehr individualisierte Behandlung ermöglichen.
Moderne Krebstherapien mit Antikörpern bekämpfen gezielt die entarteten Tumorzellen, ohne das umliegende, gesunde Gewebe zu schädigen. Konkret greifen sie bestimmte Eiweißstrukturen an der Tumoroberfläche an bzw. stoppen jene Signale, die das Wachstum der Tumorzelle fördern. Kurzum: Antikörper entziehen dem Krebs die Versorgung mit jenen Nährstoffen, die er zum Wachsen braucht. Außerdem sind sie gut verträglich und haben deutlich weniger Nebenwirkungen als beispielsweise Chemotherapien. Wichtig ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass Antikörpertherapien großteils keinen Ersatz, sondern eine Ergänzung zur Chemotherapie darstellen. In bestimmten Fällen ist allerdings auch eine alleinige Gabe von Antikörpertherapien möglich.


Da in den nächsten Jahren das Verständnis für die Abläufe in den Tumorzellen noch weiter zunehmen wird, gehört die Zukunft den so genannten zielgerichteten Therapien. Brustkrebsbehandlungen können dadurch noch individueller auf die jeweiligen Patientinnen abgestimmt werden.


*** ECKDATEN ZUM BRUST-GESUNDHEITSZENTRUM: ***

Leiter:OA Priv.-Doz. DDr, Michael Knauer
Jährlich behandelte Patientinnen mit Brustkrebs:260

Auszeichnungen / Zertifikate:

 

 

 

  • Zentrum des Jahres 2006 (Auszeichnung der Austrian Breast & Colorektal Cancer Study Group),
  • Zertifizierung nach OnkoZert (Unabhängiges Institut im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft),
  • Zertifizierung nach ISO 9001:2001,
  • Gewinn des Prozess Awards 2007 

*** ECKDATEN ZUM BRUSTKREBS: ***

  • Anzahl Neuerkrankungen in Ö: ca. 5.100 pro Jahr
  • Anzahl Todesfälle in Ö: ca. 1.500 pro Jahr
  • Häufigkeit: 1:8 bis 1:9

Quelle: Statistik Austria

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